Ein tonnenschweres Projekt wird umgesetzt

Quelle: https://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Coesfeld/Nottuln/3761290-Buergerstiftung-Nottuln-Ein-tonnenschweres-Projekt-wird-umgesetzt
Freitag, 03.05.2019, 07:00 Uhr

Es ist ein herausforderndes Projekt, aber alle Beteiligten gehen mit größtem Engagement zur Sache: Im Rhodepark soll eine besondere Skulpturenausstellung stattfinden.

Large Space heißt eine der drei Skulpturen, die Ludwig Maria Vongries geschaffen hat und die in Nottuln zu sehen sein werden. Sie ist vier Meter hoch.
Large Space heißt eine der drei Skulpturen, die Ludwig Maria Vongries geschaffen hat und die in Nottuln zu sehen sein werden. Sie ist vier Meter hoch. Foto: Ludwig Maria Vongries
Die Bürgerstiftung Nottuln rückt im Jubiläumsjahr ihres zehnjährigen Bestehens den Franz-Rhode-Park mit einem weiteren Projekt in den Fokus der Öffentlichkeit. Gemeinsam mit dem Havixbecker Künstler Ludwig Maria Vongries wird am 26. Mai (Sonntag) um 15 Uhr eine Skulpturenausstellung mit drei großformatigen Werken des Künstlers eröffnet.

Im vergangenen Jahr kamen die Bürgerstiftung und der Künstler zusammen, um gemeinsam dieses aufwendige Projekt zu organisieren. „Vongries war sofort mit Begeisterung dabei, die Visionen der Bürgerstiftung bezüglich der Belebung und Gestaltung des Rhodeparks zu unterstützen. Er machte das großzügige Angebot den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde, drei seiner opulenten Skulpturen aus Stahl und Holz für ein Jahr zur Verfügung zu stellen“, schreibt die Bürgerstiftung in einer Pressemitteilung.

Mit großer Freude gingen alle Beteiligten an die Vorbereitungen, wobei sich zu dem Zeitpunkt noch keiner über das Ausmaß des Projektes im Klaren war. Es mussten Anträge bei der Gemeinde gestellt werden, Sicherheitsauflagen waren zu beachten, statische Gutachten wurden erstellt, Sponsoren mussten gefunden werden, der Transport der tonnenschweren Objekte war zu organisieren, ein Betonsockel wird extra für ein Objekt angefertigt, Kiesbeete zur Standfestigkeit müssen vorbereitet werden und vieles, vieles mehr war und ist zu erledigen, erklärt die Bürgerstiftung.

Dank der einhelligen Zustimmung und bereits im Vorfeld zugesagten Unterstützung der Politik und der Gemeinde sowie der tatkräftigen und finanziellen Unterstützung verschiedener Unternehmer ist es nun möglich, das Projekt Wirklichkeit werden zu lassen.

Der Dank der Bürgerstiftung aber gilt vor allem auch dem großen Einsatz von Ludwig Maria Vongries. Der Havixbecker sei „ein Mann der Tat, was bei der Umsetzung dieses Projektes deutlich zu erkennen war. Mit großer Klarheit und Sicherheit setzte er sich bei den Vorbereitungen ein, was im Übrigen auch in seinen Kunstwerken zu spüren ist.“

Insgesamt drei seiner großen Objekte werden installiert: Large Space (300 x 80 x 400 cm), Cube (140 x  140 x 350 cm) und Large Column (100 x 100 x 500 cm). Letzteres nimmt auf einem im Teich gegossenen Betonsockel seinen Platz ein.

Zur Eröffnung der Ausstellung wird Kunsthistorikerin Dr. Annette Georgi aus Münster die Gäste in die Vongriesschen Skulpturenwelten einführen. Für die musikalische Untermalung sorgt das „Limberg Trio“ aus Havixbeck.

Die Bürgerstiftung soll koordinieren

Der Rhodepark soll zu einem Herzstück des Nottulner Ortskerns entwickelt werden. Vier Gemeinderatsfraktionen und die Bürgerstiftung wollen Letztere für die Koordination dieses Projektes einsetzen. 

Der Rhodepark im Frühling: Es gibt viele Ideen, wie man ihn weiterentwickeln und wieder zu einem Herzstück des Nottulner Ortskerns machen könnte.
Der Rhodepark im Frühling: Es gibt viele Ideen, wie man ihn weiterentwickeln und wieder zu einem Herzstück des Nottulner Ortskerns machen könnte. Foto: Frank Vogel

Beim Thema Rhodepark soll es weitergehen: Die „Koordinierung von Gestaltungs- und Aktivierungsideen und -aktivitäten“ sollen an die Bürgerstiftung Nottuln übertragen werden, damit diese den Park „als Bürgerpark und eingebundenen Teil des Ortsmittelpunktes“ reaktivieren und weiterentwickeln kann. Einen entsprechenden Antrag dazu haben die Fraktionen von Grünen, CDU FDP und UBG gemeinsam mit der Bürgerstiftung an den Gemeinderat gestellt.

Zur Begründung heißt es, dass die Bürgerstiftung sich in den vergangenen Jahren dem Rhodepark intensiv gewidmet und die Bürger in mehreren Veranstaltungen eingebunden hat. In Workshops wurden Ideen entwickelt, die weiterverfolgt und gebündelt werden sollen. Auch wurde der Park mit Aktionen und Veranstaltungen positiv belebt.

Viele Akteure hätten ihre Interessen am Park deutlich gemacht, die im weiteren Prozess berücksichtigt werden müssten. „Wir sind überzeugt, die auch künftig von verschiedenen Einzelpersonen, Gemeinschaften und Institutionen betriebenen Aktivitäten bedürfen einer Koordinierungsstelle, die für einen geordneten Ablauf und Information der Bürger Sorge trägt“, schreiben die Antragsteller.

Um mögliche Förderungen nicht zu gefährden und gleichzeitig die breite Zustimmung in der Bevölkerung zu bewahren, sollten „möglichst viele Interessen neutral koordiniert, weiterentwickelt oder zusammengeführt werden. Die Bürgerstiftung hat sich in einer geschlossenen Veranstaltung mit den Fraktionen als Koordinierungsstelle angeboten, was wir begrüßen.“

Die Koordination könne nur unter starker Beteiligung der Öffentlichkeit und der Akteure gelingen. In enger Abstimmung mit Politik und Verwaltung könne zeitnah über neue Ideen, anstehende Entscheidungen und wichtige Ereignisse informiert werden. Die Bürgerstiftung sei dafür gut aufgestellt.

Sie soll unter anderem die Gestaltungsideen sammeln und strukturieren und die sportlichen, kulturellen und sonstigen Aktivitäten im Park koordinieren, um diesen wieder stärker ins Bewusstsein
 der Nottulner zu rücken und die Neugestaltung vorzubereiten.

Politik und Verwaltung seien damit natürlich nicht aus ihren Pflichten entlassen. „Die Verwaltung möge zuarbeiten, vor allem was Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten angeht“, heißt es im Antrag.

Ob Planungsworkshops, eine oder mehrere studentische Arbeiten, ein Planer- oder Architektenwettbewerb oder die Zusammenarbeit mit einem Planungsbüro zu einer guten Lösung führen, oder man aus eigener Kraft zu guten Ideen kommt, sei noch völlig offen. „Wir freuen uns auf die Ideen aus der Arbeit der Bürgerstiftung.“

Konkret soll die Bürgerstiftung für zwei Jahre als zen­trale Stelle zur Koordination von Gestaltungs- und Entwicklungskonzepten des Rhodeparks bestellt werden.

Die Verwaltung ihrerseits wird beauftragt, nach der Sommerpause dem Gemeindeentwicklungsausschuss einen Bericht über die aktuellen Fördermöglichkeiten der künftigen Planung und Realisierung der Planungsergebnisse auf Kreis-, Landes-, Bundes- und europäischer Ebene vorzulegen. Dieser Bericht soll die Politik in die Lage versetzen, eine adäquate Entscheidung über die weitere Planungsart (Einzelauftrag, städtebaulicher Wettbewerb usw.) und über die Realisierung der Planungsergebnisse möglichst zeitnah zu treffen.

„Picknick im Park“ ein Erfolg

So voll war der Franz-Rhode-Park noch nie – oder schon sehr lange nicht mehr. Beim „Picknick im Park“ gab es gute Musik und viele Gespräche. 

Tolle Stimmung herrschte beim Picknick im Franz-Rhode-Park. Dazu trug auch die musikalische Gestaltung bei. Foto: Iris Bergmann
„So viele Menschen wie heute sind hier schon lange nicht mehr gewesen“, meinte Stefan Haller, Vorsitzender der Bürgerstiftung Nottuln. Er freute sich sichtlich, denn das erste „Picknick im Park“, zu dem der Verein eingeladen hatte, war ein Erfolg. Bereits eine halbe Stunde nach Beginn am Sonntagvormittag waren schon über 100 Nottulner in den Franz-Rhode-Park gekommen.

Männer, Frauen, Kinder, Jung und Alt fanden sich ein. Decken wurden ausgebreitet, darauf fanden Kaffee, kühle Getränke oder gar Wein, Snacks, Plätzchen, Käse oder Brot – je nach persönlichem Geschmack – Platz. Andere hatten Klappstuhl und Tischchen mitgebracht und machten es sich damit im Schatten gemütlich. Und immer wieder gab es ein Gesprächsthema: der Rhodepark. „Ach, das wäre doch schade, wenn der jetzt noch mehr verkleinert wird“, meinte eine Besucherin und eine andere fügte hinzu: „Ich brauche keinen noch größeren Edeka.“

Wieder andere hatten schon konkrete Vorstellungen, wie sie den Franz-Rhode-Park umgestalten würden. „Er sollte besser einsehbar werden von der Seite am Busbahnhof, dann wirkt er einladender.“ Und ein sportlicher Nottulner fände gar einen schönen Rundweg zum Laufen gut. „Oder so einen Barfußgang wie in Tilbeck.“

Es herrschte eine entspannte und lockere Atmosphäre im Park, die Live-Musiker trugen das Ihre dazu bei. Sei es das Hoene-Duo, die beiden Lokalmatadore an der Gitarre, oder das Susanna-Wüstneck-Trio. Wüstneck begeisterte mit ihrer ruhigen, warmen Stimme, die auch alte Gassenhauer wie „Oh, Donna Klara“ im Stile der Comedian Harmonists auf Lager hatte. Der Jazzfalia-Ableger mit Sigrid Eckey und Gitarrist Peter Faiß rundete die musikalische Unterhaltung ab.

Die Initiatoren des „Picknicks im Park“ hatten somit bei vielen Anwesenden erreicht, was sie wollten: den Rhodepark in den Fokus zu rücken, zu zeigen, welch großes Potenzial in dieser Fläche liegt, und nachdenklich zu machen. Denn das „Projekt Franz-Rhode-Park“ liegt dem Verein am Herzen. Auch Unterschriftenlisten für den Erhalt des Parks, eine Aktion, die die Nottulnerin Sandra Johann ins Leben gerufen hat, machten die Runde und füllten sich ebenso wie die Rasenflächen.

Die Perle soll geputzt werden

Quelle: https://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Coesfeld/Nottuln/3270626-Buergerstiftung-Nottuln-Die-Perle-soll-geputzt-werden
Von Frank Vogel / Samstag, 28.04.2018, 10:04 Uhr

Jetzt geht es los. Am 2. Mai lädt die Bürgerstiftung zu einer Zukunftswerkstatt ein. Der Rhodepark soll zu einem echten Bürgerpark werden. 

Der Rhodepark im Frühling: Eigentlich ist das Gelände wunderschön. Es ist allerdings in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten vernachlässigt worden. Die Bürgerstiftung will das ändern.
Der Rhodepark im Frühling: Eigentlich ist das Gelände wunderschön. Es ist allerdings in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten vernachlässigt worden. Die Bürgerstiftung will das ändern. Foto: Frank Vogel

„Der Rhodepark ist eine Perle, die geputzt werden muss.“ Dr. Gabriele Hovestadt und Ingeborg Bispinck-Weigand von der Bürgerstiftung Nottuln sind überzeugt davon, dass man aus dem Gelände einen attraktiven Bürgerpark machen kann. Von Bürgern für Bürger. Und deshalb hat die Bürgerstiftung ein Projekt ins Leben gerufen, in dem Ideen gesammelt und im besten Fall umgesetzt werden sollen. Am kommenden Mittwoch (2. Mai) um 19 Uhr veranstaltet die Stiftung eine Zukunftswerkstatt, zu der alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind.

„Wir wollen ins Gespräch kommen“, sagt Gabriele Hovestadt, „Wir wollen uns über Ideen, Wünsche, aber auch Befürchtungen austauschen.“ An diesem Abend wird vor allem gesammelt. „Es sollen aber auch schon erste Tendenzen ablesbar werden“, betont Ingeborg Bis­pinck-Weigand.

Die Ergebnisse werden die Organisatoren dann mitnehmen, auswerten und aufarbeiten. Ziel ist es, Ende September/Anfang Oktober ein zweites Treffen durchzuführen, bei dem die Ergebnisse dann präsentiert werden und das weitere Vorgehen besprochen werden soll.

Damit die Teilnehmer der Zukunftswerkstatt am 2. Mai wissen, über was genau sie reden, was zu beachten ist, wenn man Ideen einbringt, wird die Gemeindeverwaltung eine kurze Darstellung des Ist-Zustandes liefern. Nach einem Grußwort von Bürgermeisterin Manuela Mahnke werden Fachbereichsleiter Karsten Fuchte und Diplom-Ingenieurin Kerstin Juta-Wiggeshoff die entsprechenden Informationen geben. Auch zu Fördermöglichkeiten werden die beiden Fachleute berichten.

Und dann kann es losgehen. Kann man Bänke aufstellen? Ein Kräuterbeet anlegen? Kunst installieren? Möglichkeiten gibt es viele. „Wichtig ist uns, dass der Park als Teil des Dorfes in die Wahrnehmung gerückt wird“, erklärt Ingeborg Bis­pinck-Weigand.

Zur Begleitung des Projektes bekommt die Bürgerstiftung eine halbe Stelle für einen Bundesfreiwilligendienstler (Bufdi) gefördert, freuen sich die beiden Vorstandsmitglieder.

Wer im Vorfeld Fragen, Anregungen oder auch Kritik äußern möchte, kann sich auch bei Gabriele Hovestadt unter der Rufnummer 01 78/2 93 14 22 oder bei Ingeborg Bispinck-Weigand unter der Rufnummer 0 25 02/72 83 melden. Per E-Mail geht das unter: info@buergerstiftung-nottuln.de

Die Bürgerstiftung ist im Übrigen auch auf dem Frühlingsfest der Kaufmannschaft Nottuln vertreten. An einem Infostand wird nicht nur über das Projekt Rhodepark Auskunft gegeben. Hier gibt es auch Blumensaatkugeln (in Nottuln auch unter dem Namen Seedballs bekannt) zu kaufen. Mit Hilfe der Blumensamen kann man „die Welt ein bisschen bunter, freundlicher und schöner“ machen. Der Erlös aus dem Verkauf der Blumensaatkugeln fließt in das Rhodepark-Projekt.

„Sind Feuer und Flamme“

Quelle: https://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Coesfeld/Nottuln/3066093-Buergerstiftung-Nottuln-Sind-Feuer-und-Flamme
Von Frank Vogel / Freitag, 24.11.2017, 21:11 Uhr

Der Rhodepark soll aufgewertet werden. Dieses Ziel hat sich die Bürgerstiftung Nottuln zu eigen gemacht. Und ein Projekt angestoßen.

Diese historische Aufnahme vom Rhodepark und der dazugehörige Zeitungsbericht brachte die Bürgerstiftung auf das Thema „Entwicklung eines Bürgerparks“. Foto: Gemeinde Nottuln
„Wir sind sofort Feuer und Flamme gewesen: ein Bürgerpark, das ist ein Projekt wie gemacht für eine Bürgerstiftung.“ Ingeborg Bispinck-Weigand ist begeistert. Und nicht nur die stellvertretende Vorsitzende, sondern das gesamte Vorstandsteam der Bürgerstiftung Nottuln ist es. Die Stiftung hat sich vorgenommen, den Franz-Rhode-Park zu einem Park von Bürgern für Bürger zu machen. Und hat dazu schon einiges an Vorarbeit geleistet, wie Bispinck-Weigand und die beiden Beisitzer Dr. Gabriele Hovestadt und Klaus Fallberg im Pressegespräch erläutern.

Auslöser für das Engagement war zunächst die Diskussion um die Erweiterung des Edeka-Marktes und die Warnung der Grünen, dabei den Franz-Rhode-Park als Kleinod nicht aus dem Blick zu verlieren, den Park stattdessen aufzuwerten. Als dann noch ein großer Bericht über die Geschichte des Parks in dieser Zeitung erschien, „da waren wir alle euphorisiert“, erzählt Ingeborg Bispinck-Weigand.

In Gesprächen mit den Fraktionen und Bürgermeisterin Manuela Mahnke hat sich die Bürgerstiftung bereits Rückendeckung für ihre Überlegungen geholt. „Die Politik hat unsere Idee positiv beurteilt, die Bürgermeisterin hat ihre Unterstützung zugesagt“, berichtet Gabriele Hove­stadt. Manuela Mahnke habe aber zugleich betont, dass die Gemeinde weder die Finanzierung übernehmen noch für die Folgekosten aufkommen könne. Hilfe könne sie aber leisten zum Beispiel dadurch, dass sie das Projekt in die LEADER-Förderung mit hineinzubekommen versucht.

Aber so weit ist es noch nicht. Geplant hat die Bürgerstiftung für das erste Halbjahr eine offene Info- und Workshopveranstaltung für alle, die sich für das Projekt interessieren und Ideen einbringen wollen, seien es Einzelpersonen, Gruppen oder Vereine. Diese Ideensammlung soll dann ausgewertet und im zweiten Halbjahr in einem zweiten Workshop weitergedacht und konkretisiert werden. Wie können die Wünsche umgesetzt werden? Wie können sich Firmen, Vereine und Einzelpersonen einbringen? Wo gibt es Fördermittel? Darum wird es dann gehen.

Die Bürgerstiftung will sich um die Steuerung des Prozesses kümmern. Dazu möchten die Vorstandsmitglieder einen Bundesfreiwilligendienstler gewinnen. Der Antrag für eine Stelle ist bereits in Arbeit. Wenn sich eine geeignete Person findet, könnte diese bereits die Vorbereitung des ersten Workshops übernehmen. „Für die Personalkosten der Stelle werden keine Spendengelder verwendet“, betonen Ingeborg Bispinck-Weigand und Gabriele Hovestadt.

Ansonsten will die Bürgerstiftung keine Vorgaben machen. „Wir haben kein fertiges Papier in der Tasche, das wir den Leuten vorlegen“, erklärt Klaus Fallberg. Vielmehr sollen die Bürger entscheiden, wie sie den Park gestalten wollen. „Und dann schauen wir gemeinsam, wie wir die Ideen realisieren können.“

„Entscheidend ist, dass die Bürger von Anfang an in den Prozess eingebunden werden sollen“, betont Ingeborg Bispinck-Weigand. Denn diese sollen sich im Bürgerpark schließlich wohlfühlen. Wohlfühlen sollen sich auch die Nachbarn. „Die Anlieger des Franz-Rhode-Parks sind von Anfang an mit dabei. Sie sollen das Projekt als Bereicherung und nicht als Zumutung empfinden.“

„Das ist für uns wirklich ein begeisterndes Projekt“, sagt Klaus Fallberg. „Und wir hoffen, die Bürger finden das auch.“

Bürgerstiftung Nottuln gegründet

Es ist geschafft: 22 Bürger, Vereine und Unternehmen haben am Mittwochabend die neue „ Bürgerstiftung Nottuln“ ins Leben gerufen. Ausgestattet mit einem Anfangskapital von 52 400 Euro kann die Bürgerstiftung nach der Genehmigung durch die Bezirksregierung ihre Tätigkeit aufnehmen und dabei in vielen Bereichen des gemeindlichen Lebens fördernd tätig werden, denn die in der Satzung festgelegten, ausschließlich gemeinnützigen Zwecke eröffnen vielfältige Fördermöglichkeiten. Zum Vorsitzenden des Vorstands wählten die Stifter den Nottulner Rechtsanwalt und Notar Erich Rump .

„Stiftungen sind auf Ewigkeit angelegt“, betonte Bürgermeister Peter Amadeus Schneider in der Gründungsversammlung. Insofern war es ein historischer Moment, der sich im großen Saal der Alten Amtmannei ereignete. Beifall gab es nach Gründung der Stiftung, den Sekt aber verkniff man sich. „Das holen wir in einem Jahr nach, wenn wir die ersten Projekte gefördert haben“, meinte Schneider schmunzelnd.

Der Bürgermeister hatte in den vergangenen 14 Monaten intensiv für die Bürgerstiftung Nottuln geworben. „Ohne ihn gäbe es diese Stiftung heute nicht“, dankte Ingeborg Bis­pinck-Weigand. Dank sprachen die Gründungsstifter auch Gemeindeoberrechtsrat Franz-Josef Rickert aus, der das juristische Netz für die Bürgerstiftung so sorgfältig geknüpft hat, dass die noch ausstehende Genehmigung durch die Bezirksregierung nur noch eine Formsache ist.

„Bürger engagieren sich für Bürger, Nottulner für Nottulner“, wies der Bürgermeister eingangs auf die Idee der Bürgerstiftung hin. Schneider betonte, dass die Bürgerstiftung völlig autark in ihren Zielen und Förderungen sei. Die Stiftung sei auch völlig losgelöst von der Politik, wenngleich Politik und auch Verwaltung der Stiftung viel Wohlwollen entgegenbringen. „Die Bürgerstiftung darf auf keinen Fall zu einem Lückenfüller bei Kürzungen der öffentlichen Hand werden“, mahnte Schneider. „Es wird eine Aufgabe des neuen Vorstands sein, das Profil der Stiftung zu erarbeiten.“ Der Bürgermeister kündigte an, nach der Gründung sich aus der vordersten Reihe zurückzuziehen. Künftig werde er nur als einfaches Mitglied der Stifterversammlung angehören.

Schneider freute sich, dass nicht nur das notwendige Stiftungskapital erreicht wurde, sondern dass für das erste Jahr auch schon Spendenzusagen in Höhe von 2500 Euro vorliegen. Mit dieser Summe und den Erträgen aus dem Stiftungskapital könne die Stiftung schon Akzente setzen. Der Bürgermeister kündigte an, weiter für die Stiftung zu werben. Denn Hinzustiftungen sind jederzeit möglich.